SZ 21.07.2026
15:36 Uhr

(+) Zehnter Jahrestag  des Attentats: Angehörige fordern Untersuchungsausschuss zum OEZ-Anschlag


Das Attentat am Olympia-Einkaufszentrum hat nach Ansicht der Hinterbliebenen viele offene Fragen hinterlassen. Bereitschaft, das staatliche Handeln näher zu beleuchten, zeigt im bayerischen Landtag aber bisher keine Fraktion.

(+) Zehnter Jahrestag  des Attentats: Angehörige fordern Untersuchungsausschuss zum OEZ-Anschlag

Am Münchner Rathaus, im Durchgang zum Prunkhof, erinnert nun eine Tafel an die Opfer des Attentats am Olympia-Einkaufszentrum. Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) hat sie zum zehnten Jahrestag des Anschlags enthüllt, eingraviert sind die Namen der neun vom Attentäter erschossenen Menschen. Die Tafel gehe auf einen gemeinsamen Antrag aller Stadtratsfraktionen der vergangenen Amtsperiode zurück und sei in enger Abstimmung mit den Familien umgesetzt worden, so das Rathaus. Die Steintafel solle „uns alle mahnen, entschieden gegen Rechtsextremismus und Rassismus einzutreten“, sagte Krause. In der Inschrift werden der rassistische und rechtsterroristische Charakter der Tat benannt.

Bis heute fragt sich der damalige Polizeisprecher Marcus da Gloria Martins, warum die Münchner noch Stunden nach dem OEZ-Attentat 71 Phantom-Tatorte meldeten. Ein Gespräch über trügerische Beobachtungen, die Grenzen sozialer Medien und die Lehren aus dem Einsatz.

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